Der kleine Prinz Philipp


Es war einmal ein kleiner Königssohn. …
Nun begab es sich eines Morgens, dass Philipp eine alte Frau traf. Sie trug eine Kiepe mit aufgesammeltem Holz auf ihrem Rücken. Scheu wollte er sich an ihr vorbeidrücken, als sie ihn ansprach: „Guten Tag mein Kind! Was bedrückt dich so sehr? Du blickst ja drein wie zehn Tage Regenwetter; was ist geschehen?“ Der kleine Prinz blickte auf den Boden und sagte keinen Ton. …
Da griff die Frau in ihre Tasche und reichte ihm einen weißen Stein. „Den schenke ich dir. Wenn dich die Welt zu sehr ärgert und du nicht mehr weiter weißt, dann nimm diesen Wunderstein in deine rechte Hand und sprich:

„Stein, gib mir Mut
Und alles wird gut!“

Und sofort werden Kraft und Mut in dich strömen und du wirst das tun können, was du willst.“ Philipp bedankte sich und ging leichten Schrittes zu den Wichten zurück. Die Wichte sahen ihn kommen und freuten sich schon darauf, ihn ärgern zu können. Sie liefen zu ihm und wollten an seinem Wams ziehen. Philipp aber scheuchte sie weg und rief: „Lasst mich in Ruhe!“ Erstaunt blickten die Wichte ihn an und als sie sein entschlossenes Gesicht sahen, hielten sie inne. Sie wichen einen Schritt zurück. „Ich will nicht, dass ihr mich ärgert. Ich will mit euch spielen“, sagte er fest und bestimmt. Da fragte ihn der kleinste: „ Wir wollten gerade Verstecken spielen. Spielst du mit?“ Philipp sagte: „Ja, gerne“, und schon bald waren alle – auch Philipp- eifrig am spielen und hatten großen Spaß miteinander. …

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